Japanische Gärten
der Garten im AugustGärten, die sich an der Gestaltung japanischer Gärten orientieren findet man immer häufiger. Oft sind Stadtparks oder Teile davon in diesem Stil angelegt. Buddhistische Tempel schmücken sich mit einem solchen Garten. Aber auch in Parks von Schlössern und anderen Sehenswürdigkeiten findet man asiatische Gärten. Selbst im eigenen Garten kann man sich einen japanischen Garten realisieren und so die fremde Kultur erleben, ohne nach Japan reisen zu müssen. Eine besondere Form des japanischen Gartens ist der Zen-Garten. Dieser verzichtet völlig auf Pflanzen und Wasser und ist ein reiner Steingarten. Diesen kann man sich auch im Miniaturformat auf den Schreibtisch stellen. Für den eigenen Garten ist diese Form nicht so beliebt. Japanische Gärten werden bis ins letzte Detail geplant, bevor es an die Realisierung geht. Dafür gibt es auch hier in Deutschland einige Spezialisten, die bei der Planung und der Umsetzung unterstützen können. Jedes Element eines japanischen Gartens hat eine bestimmte Bedeutung. Split und Kies symbolisieren Wasser, größere Steine stellen Tiere dar, Bäume werden durch kleine Büsche oder durch Bonsais realisiert. Ein japanischer Garten ist also eine Miniaturlandschaft. Gerade Wege gibt es nur, um den Blick des Betrachters zu lenken. Die meisten Wege sind geschwungen und auch ein wenig uneben, um den Besucher zum langsamen Gehen und zum Wahrnehmen des Gartens zu bringen. Weitere wichtige Elemente eines japanischen Gartens sind Quellsteine, aus denen sich steig das Wasser in kleine Teiche oder Bachläufe ergisst, Steinlaternen oder auch Buddhafiguren. Auch Bambus, z. B. für den Bambusparkett, fehlt als Material selten in einem japanischen Garten. Die Krönung eines solchen Gartens ist ein passender Garten Pavillon oder sogar ein kleines japanisches Teehaus. Mit einem Teehaus kann man sich eine besondere Form des japanischen Gartens schaffen, den Teegarten. Seine Aufgabe ist es, die Teezeremonie von den weltlichen Dingen abzuschirmen und den Besucher zur Ruhe kommen zu lassen. Der Eintritt in den Teegarten erfolgt durch ein Tor, an dem man symbolisch alles Weltliche zurücklasst, um sich ganz der Zeremonie zu widmen. Eine Sitzbank und ein Quellstein zum Reinigen der Hände gehören auch dazu. Schafft man es, sich einen solchen Garten zu realisieren, muss man nur noch vor die Tür gehen, um eine Abenteuerreise in eine andere Welt zu erleben.