Rollen statt Säen! – Der schnelle Weg zum schönen Rasen!

der Garten im April

Ein Sack voll Gras-Samen ist noch lange kein Rasen. Bevor das saftige Grün sprießt, darf die Fläche nach der Aussaat lange nicht betreten werden. Wer kleine Kinder hat, der weiß, auf welche Weise große Löcher und Brachflächen auf dem frischen Rasen entstehen. Entweder die Samen haben erst gar keine Chance, aufzugehen, oder die zarten Pflanzen werden vom spielenden Nachwuchs niedergetreten, sobald sie aus der Erde schauen. Und selbst bei bester Pflege ist nicht garantiert, dass die Grasfläche gleichmäßig gedeiht. Vögel picken sich gerne die Grassamen aus der Erde und der Boden ist nur selten einheitlich fruchtbar. Die perfekte Lösung für solche Fälle ist der Rollrasen, den man nur noch auslegen und zuschneiden muss.

Vorm Gang zum Fachhändler sollten Sie die Fläche vermessen, denn der Rasen wird vor Ort in Länge und Breite nach Maß geschnitten und zusammengerollt. Die gewünschte Gartenfläche für den Rasen muss gelockert und von Steinen, Klumpen und Wurzeln befreit werden. Am besten arbeitet man mit einem Rechen nach und zieht die Fläche möglichst glatt, damit später keine unschönen Hügel entstehen. Am Tag vor dem Kauf sollte der Erdboden gut bewässert werden. Rollrasen wird ähnlich wie ein Teppich verlegt. Die einzelnen Bahnen müssen eng aneinander liegen. Es bietet sich an, sie leicht überlappend auszurollen und dann mit dem Messer anzupassen. Der Fertigrasen wird dann mit einer Walze, die man sich im Fachhandel ausleihen kann, fest an den Boden gepresst, damit er besser anwächst. Unmittelbar danach braucht er viel Wasser, um zu gedeihen.

Für den “schnellen” Rasen stehen verschiedene Grassorten zur Auswahl, die auf unterschiedliche Ansprüche ausgelegt sind. So gibt es beispielsweise Rollrasen für reine Ziergärten und weniger anspruchsvolle Arten für den klassischen Spielrasen oder für eher schattige oder sehr trockene Gärten. Für kleine Flächen im Vorgarten und weniger fruchtbare Stellen am Hang kann man auch auf Rasenmatten zurückgreifen. Sie können ebenfalls individuell zugeschnitten werden und sind bereits mit allem ausgerüstet, was man für den kleinen Zierrasen braucht. In die Matten sind Grassamen und Düngemittel eingearbeitet, so dass die Flächen im Handumdrehen ohne großen Aufwand gleichmäßig bestückt sind.

Der Rollrasen braucht nach dem Verlegen etwa zwei Wochen, bis er angewachsen und voll einsatzfähig ist. Die Rasenmatten benötigen mehr Zeit, sind aber ausgesprochen pflegeleicht. Der Fertigrasen kostet selbstverständlich ein wenig mehr als die reinen Grassamen. Dafür spart er jede Menge Zeit und Mühe und ein gutes Ergebnis ist garantiert.

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