Was wächst hier eigentlich? – Analyse des Gartenbodens
der Garten im MärzDie Möhren wollen nicht wachsen, die Rosen gehen nicht auf und auch der Rasen sieht eher gerupft aus? Nicht immer liegt es an mangelnder Fachkenntnis oder am falschen Umgang mit den Pflanzen. In den meisten Fällen ist schlicht und einfach der Boden nicht geeignet. Nicht in jedem Garten kann man auf Anhieb alles anpflanzen. Wer einen fruchtbaren Lehmboden erwischt hat, der kann sich glücklich schätzen. Sand- und Tonböden hingegen brauchen ein wenig Unterstützung, damit die Pflanzen gedeihen.
Der Sandboden
Den Sandboden erkennt man ziemlich schnell. Nimmt man ihn in die Hand, so rieselt er durch die Finger. Auch optisch ist er an seiner gelb-braunen Farbe und der großen Körnung recht gut auszumachen. Wenn es regnet, bilden sich keinerlei Pfützen, denn das Wasser sickert sofort hindurch. Mit ihm die Nährstoffe, die sich dadurch nie lange an der Oberfläche halten. Die Erde heizt sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell auf und kühlt auch rasch wieder ab. Sandboden bietet Lebensbedingungen, die nur anspruchslose Pflanzen dulden. Um den Boden anzureichern, sollte man genügend Humus beimischen. Sandboden braucht mehrmals im Jahr frischen Dünger, weil die Nährstoffe schnell ausgeschwemmt werden.
Der Tonboden
Tonböden sind bei Trockenheit extrem hart und bei Nässe klebrig. Die feuchte Erde lässt sich wie Knetgummi formen. Optisch kann man Tonböden an der leicht rötlichen Farbe erkennen. Sie sind das Gegenteil vom Sandboden, denn Wasser sammelt sich an der Oberfläche und auch die Wärme der Sonne wird im unddurchlässigen Boden nur schwer gespeichert. Eigentlich enthält Tonboden ausreichend Nährstoffe, aber die Pflanzen haben es nicht leicht, Wurzeln zu schlagen und auch Samenkörner “ersticken”, weil sie weder Luft, noch Wärme erhalten. Viele Pflanzen gehen im Tonboden ein, weil die Staunässe die Wurzeln faulen lässt. Mulch, Humus und Sand geben Regenwürmern und Co Gelegenheit, den Tonboden aufzuwühlen und mit der Zeit fruchtbaren Boden entstehen zu lassen.
Der fruchtbare Lehmboden, der zähe Tonboden und der luftige Sandboden tauchen nur selten in Reinform auf. Wer wissen möchte, welche Anteile den Boden bilden, der kann die Wasserprobe machen. Dafür wird etwas Erde in ein Glas mit Leitungswasser gegeben. Sand sinkt nach unten, fruchtbare Humusteilchen schwimmen oben und Lehm durchsetzt den mittleren Teil. Zum Messen des PH-Werts gibt es Tests, die man im Fachhandel kaufen kann. Wenn der oberflächliche Test nicht reicht, kann man die Bodenproben auch zur ausführlichen Analyse in ein Labor schicken. Anschließend hat man gute Anhaltspunkte für eine Verbesserung der Bodenstruktur und dann klappt es auch mit den Möhren, den Rosen und dem Rasen!