Wie die alte Eiche zum Baumhaus wird
der Garten im FebruarEin Baumhaus weckt die schönsten Kindheitserinnerungen. Da wurde gebastelt und geschraubt, bis der Lieblingsbaum im Wald zum geheimen Refugium umgestaltet war. Nur die engsten Freunde waren eingeweiht. Das Baumhaus bot Schutz vor Regen und Sturm und natürlich vor den Erwachsenen, die nicht hinauf durften. Baumhäuser haben noch immer Hochkonjunktur und wer einen großen Garten mit altem Baumbestand hat, der kann den Kindern den Traum vom eigenen Revier in luftiger Höhe mit etwas handwerklichem Geschick recht einfach erfüllen.
Baumhäuser sollten vor allem sicher sein! Deswegen gilt es, vorher die Beschaffenheit des Baumes zu prüfen. Nicht jede alte Linde eignet sich und ist ausreichend tragfähig. Oftmals ist durch die ungünstige Anordnung der Hauptstämme das Anbringen der Grundplattform schon nicht gegeben. Trockene oder hohle Stämme bergen die Gefahr, dass das Gerüst nicht halten wird. Wer sich hinsichtlich der Baumstatik nicht sicher ist, sollte sich vorher fachlich beraten lassen. Eine ordentliche Schicht Rindenmulch weiträumig um den Baum verteilt, fängt eventuelle Stürze ab.Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann es mit der Durchführung des Projektes Baumhaus eigentlich schon losgehen. Zu Witterungsbeständigkeit sollte das verwendete Holz mit natürlichem Schutz imprägniert sein, denn erstens kommen Ihre Kinder mit dem Material ständig in Berührung und zweitens schadet zu viel Chemie auch Ihrem Baum. Die Plattform ist die stabile Grundlage des Baumhauses. Ausschließlich massive starke Holzbohlen werden die notwendige Tragfähigkeit garantieren.
Zunächst werden zwei Bohlen gegenüber liegend am Stamm befestigt. Wichtig ist die Verwendung von Schlüsselschrauben in den Maßen 10 x 100 mm. Es folgen zwei zusätzliche Bohlen, die über den beiden ersten im rechten Winkel angebracht werden. Anschließend folgen der Außenrahmen und der Boden. Zur Unterstützung der Stabilität ist das Anbringen von Quer- und Eckstreben unterhalb der Plattform zu empfehlen, da nicht nur das Haus sondern auch seine Bewohner getragen werden müssen. Zwischen den Brettern des Fußbodens sollten jeweils 5 mm Abstand gelassen werden. So kann das Regenwasser abfließen. Das wichtigste an einem Baumhaus ist die Falltür im Boden – daher sollten Sie schon bei dem Entwurf eine entsprechende Auslassung einplanen.
Rechte Winkel, stabile Rahmen und genügend Zwischenträger sorgen für die innere Stabilität des Gerüstes. Begabte Handwerker verwenden auch echte Holzschindel. Sie verleihen dem Baumhaus den letzten Schliff und bieten den Kindern einen wasserdichten Unterstand. Jetzt nur noch die Strickleiter angebracht – und das kleine Abenteuerhaus ist fertig.
Wer zwar einen Garten, aber keine geeigneten Bäume besitzt, der kann auf Spieltürme ausweichen, die es in den unterschiedlichsten Varianten gibt.