Designer-Gartenmöbel oder Klappstuhl-Romantik
der Garten im FebruarSie werden immer leichter, wetterfester, bequemer und wohnlicher. Der neue Trend bei Gartenmöbeln lässt bei einem Besuch im Möbelhaus oder vieler Gartenmöbelanbieter im Netz auf den ersten Blick Zweifel aufkommen, ob man sich wirklich in der Gartenabteilung befindet und nicht etwa in der Wohnraumausstattung. Weich gepolsterte Sofas und Sessel im Launch-Stil, breite bequeme Stühle aus Rattan oder Teak, ganze Esszimmer im edlen Ambiente mit gläsernen Tischplatten und weißen Polsterauflagen, futuristisch anmutende Kugelsessel und Liegeinseln oder filigran wirkende Aluminiumgestelle erinnern mehr an moderne Wohnungs- oder Hoteleinrichtungen als an einen Grillabend im Garten.
Sie haben nichts mehr gemein mit den kleinen praktischen Camping- oder Liegestühlen aus Aluminium oder Holz, die mit bunten Stoffen bezogen jedem Garten eine fröhliche und ungezwungene Atmosphäre verliehen, die man eben mal schnell aus dem Schuppen holte, wenn noch unerwartete Gäste kamen. Nein, die prächtigen Designer-Gartenmöbel verdienen einen Ehrenplatz im Garten, welcher mit mindestens so viel Sorgfalt und Stil gestaltet sein sollte wie sie. Die Gartengestaltung hat in den letzten Jahrzehnten mehrere Moderichtungen durchlebt, vom wilden Schreber-Kunterbunt über ordentlich gepflegten englischen Rasen und mediterrane Einflüsse bis hin zu japanischen Gartenlandschaften. Meist wurden diese Naturkunstwerke von ausladenden Gartenmöbeln aus Holz bewundert und genossen, die sich harmonisch und geduldig jeder Gartenmode anpassten. Wer etwas auf sich und seinen Garten hält, wird diesen heute kaum noch mit Plastikmöbeln verschandeln, sondern dem Garten mit edlen Designermöbeln den letzten Schliff verpassen.
Doch es gibt auch noch die Gärten, in denen nicht nur Design und Ambiente im Vordergrund stehen, aus denen Kindergeschrei und Lachen tönen, wo man sich an den Früchten der Natur erfreut, Mittags unter der Markise bzw. Sonnensegel schnarchen darf, über Unkraut und laute Nachbarn schimpft und wo man beim Gartenfest auch mal mit dem Klappstuhl nach hinten umkippen oder über eine lose Gehwegplatte stolpern darf. Erlaubt ist eben, was gefällt.