Gartenmöbel aus Kunstrattan

der Garten im Mai

Es ist mehr als ärgerlich, wenn die neue Gartensaison aufgrund sommerlicher Temperaturen eröffnet werden soll, man die Abdeckplane entfernt, welche die Rattanmöbel vor Wind und Wetter schützen sollte und man entdeckt, dass diese nur noch ein Fall für den Sperrmüll sind. Vergraute Stühle, poröse Fasern und gerissene Sitzflächen – das sind Schäden, die hätten vermieden werden können. Doch wie? Zunächst muss gesagt werden, dass Möbelstücke aus natürlichem Rattangeflecht absolut ungeeignet für die Verwendung im Außenbereich sind. Auch wenn viele Meinungen das Gegenteil behaupten, sprechen Möbel mit den oben beschriebenen Schäden, die längere Zeit im Freien verbracht haben eine andere Sprache. Natürlich spricht nichts dagegen, einen Rattanstuhl bei schönem Wetter nach draußen zu stellen. Aber andauernde UV-Bestrahlung, sowie Feuchtigkeit und Nässe werden dem Naturgeflecht irreparable Schäden zufügen. Wem das „Rein-und-Raus-Schleppen“ zu umständlich ist, oder wer nicht auf den mediterranen Look des Geflechts im eigenen Garten verzichten will, sollte sich über so genannte Kunstfasern informieren. Eine besonders bekannte Variante ist Kunststoffrattan, das auch oft unter dem Namen Polyrattan oder Rattan Gartenmöbel verkauft wird. Hierbei handelt es sich, wie der Name bereits verrät, um eine künstliche Nachbildung des natürlichen Rattangeflechts.
Einzelne Kunststofffasern werden auf einer speziellen Unterkonstruktion so miteinander verwoben, dass stabile und robuste Möbel entstehen, die speziell für den ganzjährigen Einsatz „unter freiem Himmel“ produziert werden. Der Vorteil des Polyrattans liegt in seiner charakteristischen Materialbeschaffenheit. Weder UV-Strahlung, noch Feuchtigkeit können dem Geflecht etwas anhaben. Regentropfen oder Verschmutzungen perlen einfach von der glatten Oberfläche ab, so dass nur sehr wenig Zeit für die Reinigung und Instandhaltung dieser Möbel aufgewendet werden muss. Ein Abspritzen mit dem Gartenschlauch reicht meistens völlig aus, um diesen Möbel wieder „frühlingsfit“ zu machen.
Abb. “Consette” Rattan Gartenmöbel aus Virofiber Polyrattan

Diese Unkompliziertheit ist einer der Gründe, warum sich auch immer mehr Gastronomie- oder Hotelbetriebe für Gartenmöbel aus Kunstrattan entscheiden. Vorsicht ist allerdings bei dubiosen Schnäppchen geboten, auf die viele Leute hereinfallen, weil sie glauben, dass Bezeichnungen wie Polyrattan, allein schon ein Garant für qualitativ hochwertige Gartenmöbel sei. Doch nur echte Markengeflechte garantieren für Witterungs- und Materialbeständigkeit über viele Jahrzehnte. Bei „Billigangeboten“ verformt sich oder reißt das Geflecht meist schon nach kurzer Zeit, weswegen der Kauf nur bei einem Fachhändler  getätigt werden sollte. Ein weiteres Kunstgeflecht ist Loom. Hier wird Kraftpapier maschinell um einen Stahlkern gewickelt und anschließend mit einem speziellen Lack versiegelt. Auch bei Loom gibt es immer wieder Hersteller, welche dieses Material als geeignet für die Gartenmöbelsaison bezeichnen. Doch obwohl es sich bei Loom um ein äußerst stabiles und formechtes Geflecht handelt, was zusätzlich durch eine Lackschicht geschützt ist, führt andauernde Feuchtigkeit auch hier zur Beschädigung des Geflechts. Allerdings kann Loom, im Gegensatz zu Rattan, während der Freiluftsaison im überdachten Außenbereich eingesetzt werden, ohne dass „bleibende Schäden“ zu erwarten wären. Im Herbst oder Winter sollten diese Möbel aber unbedingt nach drinnen geräumt werden, was bei Polyrattan nicht notwendig ist, da diesen Material selbst bei schwankenden Witterungsverhältnissen seine Form und Farbe behält – jedenfalls dann, wenn man sich für ein Qualitätsgeflecht entscheidet. So können die Möbel im nächsten Frühjahr, ohne viel Mühe, wieder zum sonnen, feiern, essen und entspannen genutzt werden.

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